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Das Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften ist eine moderne internationale Forschungs- und Serviceeinrichtung des Fachbereichs II: Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaften der Universität Trier und wird in der Forschungsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz gefördert. Ziel des Zentrums ist es, Technologien aus dem Bereich der Informatik in den Geistes- und Kulturwissenschaften zu etablieren sowie interdisziplinäre Forschungsansätze auf diesem Feld voranzutreiben und weiterzuentwickeln. Zu den etablierten Arbeitsschwerpunkten gehört die Entwicklung zukunftsweisender und modellhafter Problemlösungen im Bereich digitaler Nachschlagewerke, Editionen und Primärquellen sowie die Beteiligung an Initiativen im Bereich des Ausbaus von Wissensverbünden und des verteilten Wissensmanagements. Mit dem Projekt "Vernetzte Korrepondenzen" soll ein weiterer Schwerpunkt auf die Entwicklung informatischer Verfahren und Visualisierungsmethoden gelegt werden, die bei der literaturwissenschaftlichen Analyse großer Textkorpora unterstützen.

Projektseite des Trierer Kompetenzzentrums

Das Deutsche Literaturarchiv Marbach (DLA) ist eine der bedeutendsten Literaturinstitutionen weltweit. Mit rund 1.400 Nach- und Vorlässen namhafter Schriftsteller, Schriftstellerinnen und Gelehrter gehört die Marbacher Sammlung international zu den führenden ihrer Art. Überliefert werden Zeugnisse der Entstehung, Verbreitung, Wirkung, Deutung und Erforschung literarischer und geistesgeschichtlich bedeutsamer Werke und des Lebens und Denkens ihrer Autorinnen und Autoren in handschriftlicher und gedruckter, bildlicher und gegenständlicher, audiovisueller und digitaler Form. Neben dem allgemeinen Sammlungsschwerpunkt, der vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart reicht, ist das DLA seit seiner Gründung im Jahr 1955 auch der gezielten Sammlung der deutschen Exilliteratur verpflichtet und beherbergt inzwischen die weltweit bedeutendste Quellensammlung für die Exilforschung. Literaten, deren (Teil-)Nachlässe im DLA aufbewahrt werden, sind etwa Alfred Döblin, Mascha Kaléko, Else Lasker-Schüler, Heinrich und Thomas Mann, Kurt Tucholsky, Carl Zuckmayer u.a.

Projektseite des am DLA Marbach bearbeiteten Teilvorhabens "Wissenschaftliche Erschließung von Exilbriefen (1933-1945) in Verbindung mit weiteren Nachlassmaterialien"

Das Institut für Informatik der MLU Halle-Wittenberg arbeitet bereits seit eingen Jahren an der Schnittstelle von Informatik und Philologien und war maßgeblich an der Gründung des Arbeitskreises E2 – Elektronisches Edieren des dortigen Universitätszentrums Informatik beteiligt. Ein Arbeitsschwerpunkt des Instituts liegt auf der Entwicklung TEI-konformer Arbeitsumgebungen zur Erfassung und Auszeichnung literarischer Texte und für den anschließenden Export in print- wie onlinefähige Publikationsformate. Daneben war das Institut an der Entwicklung philologischer Tools beteiligt, etwa eines Werkzeugs zur Annotation literarischer Texte, das die Benutzung von Textmarkern nachempfindet. Auch eine Plattform für soziale Netzwerke ist gerade im Entstehen.

Projektseite des am Hallenser Institut für Informatik bearbeiteten Teilvorhabens "Interaktives Portal zur Erforschungs von Korrespondenznetzwerken"